Krisensituation
Um eine Gefahrenlage so gut wie möglich zu bewältigen, sind zuerst Sie gefragt – denn Selbstvorsorge- und Selbstschutz ist der schnellste Schutz. In größeren Lagen können Rettungskräfte, Polizei und Feuerwehr nicht sofort und überall sein. Daher möchten wir Sie bitten, nicht nur eine materielle Vorsorge durch eine Bevorratung vorzunehmen, sondern sich auch das Wissen über die verschiedenen Lagen.
Verhalten im Ernstfall
Die Krisensituation ist da – jetzt sind Sie gefragt. Ihre getroffenen Vorkehrungen zahlen sich jetzt aus. Neben Ihren Vorräten ist es außerdem wichtig zu wissen was im Ernstfalle zu tun ist.
Diese grundlegenden Verhaltensregeln gelten in allen Krisensituationen:
- Ruhe bewahren – erst überlegen dann handeln
- Informiert bleiben – schalten Sie das Radio ein (Regionale Sender z.B. NDR) oder nutzen Sie weitere Kanäle (Warn-Apps, Internet) um auf dem aktuellen Stand zu bleiben
- Anderen helfen – Informieren Sie Nachbarn, Angehöre und Passanten und Unterstützen Sie Kinder und Hilfsbedürftige
- Bei Verlassen Ihres - Aufenthaltsortes – nehmen Sie wichtige Dokumente ggf. Ihr Notgepäck mit und schalten Sie Elektrogeräte, Lüftungen und Klimaanlagen aus. Schließen Sie Fenster, Wasser- und Gashähne und drehen Sie die Heizung herunter.
- Wasser auffangen – falls die Wasserversorgung ausfällt, sollten Sie Wasser in allen verfügbaren Gefäßen sammeln- dieses können Sie zum Waschen benutzen! Bitte nicht als Trinkwasser verwenden.
- Schadensfälle vermeiden – Notrufnummern freihalten
Energiemangellage und Energiespartipps
Energiemangellage
Eine Energiemangellage kann sich sowohl auf Strom als auch Gas oder andere Energieträger beziehen. Unser Alltag ist von einer stetigen Energiezufuhr abhängig. Daher kann eine Energiemangellage zu einem Problem werden.
Eine Mangellage tritt immer dann ein, wenn die Nachfrage/ der Bedarf die vorhandenen Ressourcen an Energie übersteigen, dies kann nur einige Tage bis hin zu Monaten anhalten. Ursachen hierfür sind vielfältig. Falls es zu einer Gasmangellage kommen sollte, kann dies zu Stromausfällen führen, da ein Teil des Stroms aus Erdgas erzeugt wird. In diesem Fall würden viele private Haushalte auf stromerzeugende Heizgeräte umstellen, sodass das Stromnetz überlastet ist und ausfällt.
Falls die Gasversorgung in Gefahr sein sollte, greift der Staat in den Energiemarkt und in die Versorgung ein (Notfallplan Gas). Dabei wird vor allem die Industrie, Unternehmen, Verwaltungen aber auch Privathaushalte zum Energie Sparen aufgefordert um den drohenden Mangel zu kompensieren.
Falls es zu einer Gas Abstellung kommen sollte, ist zu beachten, dass es auch bei einer wiederhergestellten Gaszufuhr mehrere Tage dauern kann bis die Heizungen wieder vollumfänglich laufen.
Energiespartipps
Um im alltäglichen Leben Energie zu sparen, gibt es einige Tipps und Tricks, die Sie zu Hause anwenden können. Beachten Sie jedoch, dass die Raumtemperatur nicht zu niedrig sein sollte, da sonst die Gefahr besteht, dass sich Schimmel bildet.
Schauen Sie sich die Energiespartipps der Stadtwerke Garbsen an. Diese finden Sie hier Energiespartipps - Stadtwerke Garbsen.
Hitze
Der nächste Sommer kommt bestimmt und damit auch neue Hitzewellen. Wie in den vergangenen Jahren wird es auch in der Zukunft in den Sommermonaten zu anhaltenden Hitzetagen/Hitzewellen kommen. Dies ist bedingt durch den voranschreitenden Klimawandel. Die hohen Temperaturen gehen mit einer erhöhten UV-Strahlung und erhöhten Ozonwerten einher, welche für uns gefährlich werden können.
Der Stadt Garbsen ist es ein Anliegen, auf die Gefahr durch die Hitze hinzuweisen und Ihnen ein paar Tipps zum Schutz der Gesundheit mitzugeben.
- Trinken Sie viel: mind. 2 Liter am Tag sofern keine medizinischen Gründe bei Ihnen dagegensprechen. Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit mit, falls Sie unterwegs sind. Empfohlen sind Mineralwasser, verdünnte Säfte und Tees – am besten kühl oder lauwarm genießen, nicht eiskalt. Verzichten Sie auf koffeinhaltige Getränke und Alkohol, welche den Kreislauf zusätzlich belasten
- Essen Sie leichte Speisen wie Salate, Suppen, Gemüse oder wasserhaltiges Obst und verzichten Sie auf fettreiche Gerichte
- Meiden Sie in der Mittagszeit (11.00-15.00 Uhr) die Sonne und halten Sie sich an kühlen Orten oder im Schatten auf
- Versuchen Sie Einkäufe, sowie sportliche Aktivitäten zu den kühleren Tageszeiten (früh morgens oder abends) zu erledigen
- Benutzen Sie Sonnenschutzmittel (ab LSF 20), tragen Sie eine Kopfbedeckung und leichte Kleidung
- Kühlen Sie sich durch kalte Arm- und Fußbäder oder lauwarme Duschen ab
- Für zu Hause:
- Lüften Sie zu kühlen Tageszeiten, früh morgens oder nachts
- Halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen und abgedunkelt
Achtung! Lassen Sie keine Menschen oder Tiere im Auto zurück- es besteht Lebensgefahr!
Falls Sie bei sich oder anderen Menschen durch die Hitze Gesundheitsprobleme (Kreislaufprobleme, Verwirrtheit, Kopfschmerzen) feststellen, suchen Sie bitte den Schatten auf und führen Sie sich Flüssigkeit zu. Helfen Sie betroffenen Menschen.
Rufen Sie im Bedarf den Notruf 112 und zögern Sie nicht.
Weitere Informationen zum Umgang mit der Hitze und praktische sowie wichtige Tipps erhalten Sie auf der Seite der Region Hannover, unter Hannover.de/hitze. Hier finden Sie auch Hinweise für Einrichtungen und Fachpersonal, Seniorinnen und Senioren, Kinder und Schwangere sind hier zu finden.
Um sich frühzeitig über eine bevorstehende Hitze zu informieren, empfehlen wir den Newsletter der Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Hitzewarnungen Wetter und Klima - Deutscher Wetterdienst - Hitzewarnungen oder laden Sie sich die App herunter.
Weitere Hilfreiche Tipps und Informationen können Sie auf folgenden Seiten nachlesen:
Tipps für die heißen Tage - Hannover.de
Deutscher Wetterdienst - Hitzewarnsystem
Vorsorge und Verhalten bei Hitze und Dürre - Vorsorge und Verhalten bei Hitze und Dürre - BBK
Starkregen
Wenn zu viel Wasser – durch anhaltenden oder intensiven Regen – zur Gefahr wird. :
Das letzte Hochwasser traf die Stadt Garbsen in der Weihnachtszeit 2023/2024. Durch den Klimawandel wird es zukünftig immer wieder und häufiger zu Hochwasser und Starkregen kommen. Daher möchten wir Ihnen den Unterschied aufzeigen und Ihnen Informationen geben wie Sie sich und Ihr Eigentum schützen können.
Starkregen
Starkregen ist ein plötzlich auftretender, sehr intensiver Niederschlag von mehr als 25 Liter pro Stunde und pro Quadratmeter (25 mm pro Stunde), welcher ein meteorologisches Ereignis darstellt und häufig mit einem Gewitter auftritt. Im Gegensatz zu langanhaltendem Regen ist Starkregen meist kurzeitig und hat eine lokale Begrenzung. Daher kann dies einzelne Stadtteile, Straßenzüge oder Senken in der Stadt Garbsen betreffen. Diese großen Wassermengen können vom Boden und der Kanalisation nicht schnell genug aufgenommen und abtransportiert werden, sodass sich dieses Wasser oberirdisch einen Weg sucht und sich häufig in Kellern, Tiefgaragen oder anderen abgesenkten Bereichen sammelt.
Daher möchten wir Sie auf dieses Thema aufmerksam machen, damit sie frühzeitig eigene Vorkehrungen treffen können.
Folgende Maßnahmen können von Ihnen geprüft und vorgenommen werden.
- Schutz von Gebäude und Außenbereichen durch:
- Rückstauklappen
- Wasserdichte Abdichtungen an Fenstern
- Wasserschutzleisten an Türen
- Schutz von Lichtschächten durch Abdeckungen
- Wartung und Reinigung von Abläufen und Drainagen
- Ggf. vorhalten einer Tauchpumpe
- Bereithalten von Sandsäcken
- Wertgegenstände, wichtige Dokumente, Elektronik und Möbel nicht im Keller aufbewahren
Weitere Informationen sowie ein Animationsvideo finden Sie bei der Stadtentwässerung Garbsen unter Starkregen- und Überflutungsschutz | Stadt Garbsen.
Bitte beachten Sie folgende Verhaltensregeln, um sich selbst zu schützen:
- Meiden Sie Gefahrenbereiche – verlassen Sie Keller, Tiefgaragen sowie tiefergelegene Räume oder verlassen Sie frühzeitig das Überflutungsgebiet
- Schalten Sie Strom, Heizung und Gas ab
- Informieren Sie sich über Radio, Internet oder Warn-Apps
- Halten Sie einen Notfallrucksack bereit
- Gehen Sie nicht ins Wasser, überflutete Keller oder Tiefgaragen – sondern gehen Sie in höhere Stockwerke
Hochwasser
Hochwasser entsteht durch langanhaltende und großräumige Niederschläge (oder Schneeschmelze), sodass Flüsse und Gewässer übertretene und umliegende Landflächen durch Wasser bedeckt sind. Im Gegensatz zum kurzfristigen Starkregen kündigt sich ein Hochwasser durch langanhaltende Niederschläge und daraus folgende Prognose vorzeitig an. Betroffen sind dabei bei der Stadt Garbsen Leine nahe Flächen die zum Teil bebaut sind.
Die betroffenen Eigentümer, sollten daher geeignete Vorsorge betreiben (siehe Vorkehrung wie bei Starkregen).
Die Stadt Garbsen hat sich mit weiteren Kommunen aus der Region Hannover und dem Heidekreis zu einer Hochwasserpartnerschaft der mittleren und unteren Leine zusammengeschlossen, um den Hochwasserschutz voranzutreiben und gemeinsame Maßnahmen zu entwickeln.
Hier finden Sie weitere Informationen zur geschlossenen Hochwasserpartnerschaft Gemeinsam stark gegen Hochwasser | Stadt Garbsen .
Stromausfall und Blackout
Wann spricht man von einem Stromausfall und wann von einem Blackout?
Bei einem Stromausfall handelt es sich um eine kurze, lokale Unterbrechung der Stromversorgung, welche innerhalb von kurzer Zeit behoben werden kann. Dies betrifft meist vereinzelte Haushalte, einzelne Straßenzüge oder Ortsteile. Die Ursache kann meist innerhalb einiger Stunden behoben werden.
Ein Blackout liegt immer dann vor, wenn es zu einem großflächigen, langanhaltenden und ungeplanten Stromausfall kommt, in dessen Folge es zu einem Zusammenbruch der Versorgung, Kommunikation und Infrastruktur kommen kann. Hierbei liegt eine komplexe Störung im gesamten Stromnetz vor, sodass die Behebung mehrere Stunden, Tage oder länger andauert.
Die Folgen von einem Stromausfall oder Blackout stellen mit zunehmender Dauer ein gravierendes Krisenereignis da. Ohne Strom funktioniert fast gar nichts- dies bedeutet für Sie es funktioniert kein Telefon, kein Internet, kein Licht, kein Kühlschrank, nach einer gewissen Dauer kommt kein Wasser aus dem Hahn, die Toilettenspülung funktioniert nicht mehr und im Umfeld funktionieren keine Geldautomaten, kein Supermarkt, keine Tankstelle usw. – die Liste ist lang. Daher gilt auch hier insbesondere – Selbstschutz und Selbstvorsorge ist bei einem Stromausfall der beste Schutz!
Wie bereiten Sie sich auf einen Stromausfall vor?
Treffen Sie jetzt geeignete Vorsorgemaßnahmen. Dies beinhaltet eine Bevorratung an haltbaren Lebensmitteln und Getränken, eine gepflegte Hausapotheke sowie einen Vorrat an Hygieneartikel. Treffen Sie allgemeine Vorkehrungen um sich mit Licht und Wärme zu versorgen (z.B. Kerzen + Streichhölzer, Taschenlampen, Solarleuchten, Holz für einen Kamin). Denken Sie an eine stromunabhängige Alternative um Essen zubereiten zu können (z.B. einen Campingkocher oder Grill – beides nur draußen nutzen!) und um informiert zu bleiben (z.B. ein Kurbelradio). Schauen Sie hierzu bei uns auf Vorsorge für den Notfall vorbei.
Oder nutzen Sie den aktuellen Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ vom BBK an unter BBK Kompakt – Vorsorgen für Krisen und Katastrophen.
Wie verhalten Sie sich im Ernstfall?
Es ist dunkel und jetzt? Bitte bewahren Sie Ruhe und gehen Sie bewusst mit Ihren Vorräten um. Bleiben Sie informiert (über ein Radio) - die öffentlich-rechtlichen Sender/ Regionalsender- senden aktuelle Informationen und Hinweise der Behörden.
Schalten Sie alle Lampen und elektrischen Geräte aus- damit kann das Stromnetz schneller wieder hochgefahren werden. Halten Sie Kühlschränke und Gefriertruhen möglichst geschlossen, damit diese länger kühl bleiben.
Unterstützen Sie sich gegenseitig mit Nachbarschaftshilfe, denken Sie dabei an ältere oder hilfsbedürftige Personen.
Kümmern Sie sich ebenfalls um Kinder und Jugendliche – diese können sehr verängstigt sein. Geeignete Materialien zur Erklärung sowie Malbücher für Kinder und Jugendliche finden Sie unter - Zielgruppe Kinder - BBK oder Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene - BBK.
CBRN-Gefahren
Die Abkürzung CBRN steht für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren.
Diese Gefahrenlagen können durch einen Unglücksfall (Transport) oder durch vorsätzliches Verhalten entstehen und stellen eine Gefahr für die Bevölkerung dar. Diese Gefahrenlagen sind sehr selten, jedoch möchten wir Ihnen Handlungsempfehlungen geben, wie Sie sich in diesen Situationen verhalten sollen.
Weitere Informationen zu den verschiedenen CBRN-Gefahren erhalten Sie über das BBK unter CBRN Schutz - BBK.
Warnungen in diesen Gefahrenlagen erhalten Sie über Warn-Apps, verschiedene Medien (Internet, Radio, Fernsehen).
Nukleare Gefahrenlage
Grundsätzlich können atomare Unfälle in Niedersachen oder anderen Bundesländern sowie im Ausland auch deutliche Auswirkungen für die Bevölkerung der Stadt Garbsen haben. Das nächste Kernkraftwerk außer Betrieb befindet sich in Grohnde und ist ca. 45 km Luftlinie entfernt.
Kommt es in Garbsen zu einer nuklearen Gefahrenlage werden die Sirenen zur Bevölkerungswarnung heulen.
Bitte beachten Sie die Anweisungen der Behörden über Warn-Apps, Radio und/ oder Internet.
Grundsätzliche Handlungsempfehlungen
Wenn Sie sich draußen befinden:
- bewegen Sie sich quer zur Windrichtung und suchen Sie das nächste bewohnte Gebäude auf
- atmen Sie durch einen Atemschutz oder mindestens durch ein Taschentuch
- Wechseln Sie nach betreten des Hauses die komplette Kleidung inkl. Schuhen und verschließen Sie diese in einem Plastikbeutel à bringen Sie diesen aus dem Wohnbereich heraus
- Waschen Sie sich Hände, Gesicht (mit Ohren und Nase) sowie Haare und alle anderen nicht bekleideten Körperteile
Wenn Sie sich im Auto befinden:
- Schließen Sie Fenster und schalten Sie die Belüftung / Klimaanlage aus
- Hören Sie Radio (Regionalsender) und befolgen die Anweisungen / Durchsagen der Behörden
- Fahren Sie zum nächsten bewohnten Gebäude und beachten Sie die oberen genannten Handlungsempfehlungen
Wenn Sie sich in einem Gebäude befinden:
- bleiben Sie im Gebäude
- informieren Sie andere Hausbewohner und nehmen Sie Passanten auf
- schließen Sie Fenster und Türen
- schalten Sie Klimaanlagen und Ventilatoren aus, schließen Sie auch Luftschlitze an den Fensterrahmen
- suchen Sie einen Raum, wenn möglich ohne Außenfenster auf am besten im Keller
- schalten Sie das Radio ein oder informieren Sie sich über andere Medien – befolgen Sie die Anweisungen der Behörden
- benutzen Sie bei Gefahrenstoffen im Innenraum Atemschutz- Masken aller Art oder feuchte Tücher
- achten Sie auf Lautsprecherdurchsagen
Was wird durch die Behörden bei einem nuklearen Unfall eingeleitet?
Kommt es zu einem Austritt von radioaktivem Jod, werden Jodausgabestellen eingerichtet. Diese befinden sich in der Regel in den Wahllokalen- weitere Informationen zu den Ausgabestellen erhalten Sie in Kürze. Die Einnahme von Jodtabletten soll die Anreicherung von radioaktivem Jod in der Schilddrüse verhindern. Vorab Informationen zur Einnahme erhalten Sie hier Jodtabletten_Kurzinformation_Einnahme.
In den Ausgabestellen erfolgt nur die reine Ausgabe der Tabletten und keine medizinische Beratung! Bitte lesen Sie sich daher genau den Beipackzettel, zur Jodtabletten Einnahme durch. Um eine schnelle und reibungslose Verteilung an alle betroffenen Menschen innerhalb kurzer Zeit zu erreichen, bitten wir um Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung diesen Prozess nicht durch Gespräche, Fragen oder Diskussionen mit dem Ausgabepersonal oder anderen Personen in den Ausgabestellen zu verzögern.
Weitere Informationen zu diesem Thema inklusive FAQs erhalten sie unter Bundesumweltministerium | Jodblockade - Schutz bei Reaktorunfall | Bundesumweltministerium .
Verteidigungs- und Bündnisfall
Der Verteidigungsfall in der Bundesrepublik Deutschland wird durch den Bundestag und dem Bundesrat festgestellt. Dieser Notstand liegt vor, wenn Deutschland mit Waffengewalt von außen angegriffen wird oder ein solcher Angriff unmittelbar droht. Das bedeutet, es greifen besondere gesetzliche Regelungen für Staat, Bundeswehr, Bevölkerungsschutz und Zivilbevölkerung.
Was bedeutet Zivilschutz?
Der Zivilschutz umfasst alle nicht-militärischen Maßnahmen, die dazu dienen die Bevölkerung, ihre Lebensgrundlage und wichtige Betriebe und Kulturgüter vor den Auswirkungen zu schützen bzw. die Schäden zu begrenzen um die Versorgung sicherzustellen und die Selbsthilfefähigkeit der Menschen zu unterstützen.
Der Zivilschutz in Deutschland besteht aus vier Hauptaufgaben:
- dem Selbstschutz (die Fähigkeit sich selbst zu helfen bevor staatliche Hilfe eintrifft) z.B. in Form von Bevorratung, Notgepäck und Erster Hilfe
- Warnung der Bevölkerung (Erreichen der Bevölkerung durch Sirenensysteme, Warn-Apps oder Radiomeldungen)
- Schutzbauten (Maßnahmen zu den Bereitstellungen von Schutzräumen)
- Katastrophenschutz (Koordinierung von Feuerwehr, THW und Hilfsorganisationen, um im Ernstfall handeln zu können)
Gefahren im Verteidigungsfall
Durch mögliche militärische Angriffe könnte es zu Einschränkungen oder dem Ausfall der Infrastruktur, von Verkehrswegen, Kommunikationssystemen oder Industrieanlagen kommen.
Dies kann zu erheblichen Einschränkungen des Alltags führen, da es zu Versorgungsproblemen mit Lebensmitteln, Medikamenten, Strom und Wasser kommen kann.
Außerdem besteht die Gefahr vor nicht-militärischen Angriffen durch Verbreitung von Desinformationen, Cyberangriffen oder eine psychologische Kriegsführung.
Bereiten Sie sich vor!
Mit einer guten Vorsorge bleiben Sie in der Krise handlungsfähig und ruhig. Dies beinhaltet einen Vorrat an Trinkwasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln. Halten Sie wichtige Dokumente (u.a. Ausweisdokumente, Krankenversicherung, Bankkarten) immer griffbereit. Weitere Informationen zur Vorsorge finden Sie bei uns unter „Vorsorge für den Notfall“ (Verlinkung zu Vorsorge im Notfall).
Informationen erhalten Sie über Warn-Apps (z.B. NINA, KATWARN) und regionale Radiosender. Verlassen Sie sich nur auf offizielle Mitteilungen und vermeiden Sie es, Gerüchten oder ungesicherten Quellen zu folgen. Hier empfiehlt es sich auch Hilfsmittel wie ein Kurbel- oder Funkradio, Batterien/ Powerbank und Taschenlampen bereit zu halten.