Vorsorge für den Notfall
Warum sollten Sie jetzt vorsorgen? Ganz klar, damit Sie im Notfall vorbereitet sind. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, sich zu informieren und ihre persönliche Planung in Ruhe vorzunehmen.
Den aktuellen Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ können Sie hier (BBK Kompakt – Vorsorgen für Krisen und Katastrophen) herunterladen. Zudem liegen die aktuellen Broschüren in begrenzter Anzahl auch im Rathaus im Bürgerbüro und im Standesamt sowie in der Stadtbibliothek aus.
Selbstvorsorge
Selbstvorsoge, was bedeutet das eigentlich? Gemeint ist eine eigenverantwortliche persönliche Notfallvorsorge. Diese ist ein wichtiger Bestandteil in großen Gefahrenlagen oder bestehenden Krisensituationen, wie z.B. ein langanhaltender Stromausfall/Blackout, ein extremes Unwetter oder Hochwasser, eine Pandemie in der Sie Ihr zu Hause nicht verlassen dürfen oder eine andere Situation in der Sie eine gewisse Zeit ohne staatliche Hilfe/ Rettungskräfte (wie z.B. Feuerwehr, THW, Hilfsorganisationen etc.) oder ohne eine funktionierende Infrastruktur (geöffnete Supermärkte, Wasserversorgung, Heizung, Internet) überbrücken/auskommen sollten, bis Hilfe durch Rettungskräfte eintrifft.
Dann ist es wichtig zu wissen, wie man sich in diesen Situationen richtig verhält und welche Vorbereitungen schon vorher getroffen werden können.
Die wichtigsten Pfeiler der Selbstversorge sind:
Bevorratung
- Notvorräte
- Hausapotheke und Hygieneartikel
Notgepäck
Allgemeine Vorkehrungen
- Notbeleuchtung
- Informationsmaterial
Vergessen Sie dabei nicht den Überblick zu behalten und bei den Notvorräten einen „lebenden Vorrat“ anzulegen. Dies bedeutet, die Verfallsdaten im Auge zu behalten und die älteren Vorräte im Alltag zu verbrauchen und neu zu ersetzen.
Umfassende Informationen finden Sie auf der Seite des BBK – www.bbk.bund.de.
Bevorratung
Warum ist ein Notvorrat so wichtig und was beinhaltet dieser?
Die Bevorratung oder das Anlegen eines Notvorrates gehört zu den Pfeilern der Selbstvorsorge im Krisenfall. Dies ist wichtig, da es in Krisensituationen zu kurzfristigen Versorgungsengpässen kommen kann. Gut vorbereitet sind Sie im Ernstfall gerüstet, um sich unabhängig und sicher zu versorgen.
Woraus sollte ein Notvorrat bestehen?
Empfohlen ist eine Bevorratung für mind. 72 Stunden (3 Tage); am besten für 10 Tage.
Achten Sie auf Ihre persönlichen Bedürfnisse im Hinblick auf Allergien, regelmäßige Medikamente, Kinder und Haustiere.
Die Bevorratung sollte bestehen aus:
Lebensmittel: Wählen Sie Lebensmittel mit langer Haltbarkeit, welche trocken gelagert werden und direkt oder mit einem geringen Energieaufwand zubereitet werden können. Denn auch die Kühlung fällt bei einem Stromausfall aus.
Dies können eingekochte Konserven, Reis, Nudeln, Cerealien, Nüsse, Zwieback, Dosengerichte sein, aber auch lagerfähiges Obst oder Gemüse.
Getränke: Pro Person und Tag sollten 2 Liter eingeplant werden, wobei 1,5 Liter zum Trinken und 0,5 Liter zum Kochen oder für die Hygiene dienen. Daher empfiehlt es sich die Trinkversorgung durch Wasser abzudecken.
Weitere Informationen hierzu sowie einen Vorratskalkulator finden Sie hier Essen und Trinken bevorraten - BBK.
Hausapotheke: Stellen Sie eine gut geführte Hausapotheke nach Ihren eigenen Bedarfen zusammen. Diese sollte Verbandmaterien und Pflaster zur Wundversorgung, sowie notwendige Medikamente für leichte Infekte und Fieber beinhalten. Denke Sie auch daran sich einen ausreichenden Vorrat an regelmäßig benötigten Medikamenten vorzuhalten.
Eine passende Liste finden Sie unter hier Im Notfall schnell einsatzbereit: Die Hausapotheke - BBK.
Hygieneartikel: Bedenken Sie auch Hygieneartikel, denn eine mangelnde Hygiene führt auf der Welt zu Auslösern von Seuchen und Krankheiten. Eine Liste und weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter Hygiene in Notsituationen - BBK.
Gehen Sie sparsam mit Wasser um!
Achten Sie auf die richtige Lagerung! Unser Tipp: Kühl, trocken, und dunkel sowie gut zugänglich auch in der Dunkelheit (Stromausfall)!
Notgepäck
Im Falle einer Evakuierung zum Beispiel ausgelöst durch einen Großbrand, ein Gasleck oder durch eine Bombenräumung, haben Sie meist kaum noch Zeit zu packen. Deshalb empfiehlt es sich einen Notfallrucksack bereit stehen zu haben. Dieser sollte neben Verpflegung, Kleidung und notwendigen Medikamenten für ein paar Tage noch folgende Dinge beinhalten: Ausweißdokumente, Bargeld, Krankenversicherungskarte und falls vorhanden Ihr Handy/Smartphone, um Angehörige kontaktieren zu können.
Weitere Informationen zum Inhalt erhalten sie hier Notgepäck - BBK.
Allgemeine Vorkehrungen
Neben der Bevorratung und dem Notgepäck sind auch allgemeine Vorkehrungen sinnvoll.
Dies beinhaltet vor allem bei einem Stromausfall die Versorgung mit:
- Licht
- Wärme
- Kochmöglichkeit
- Informationseinholung
Das Thema Beleuchtung kann durch Zündhölzer und Kerzen, Taschenlampen (mit Akku oder Batterien), Batterie/Akku/ oder solarbetriebe Campingleuchten behoben werden. Wichtig: hierbei halten Sie geladene Powerbanks oder einen Vorrat an Batterien bereit.
Beim Beheizen der Wohnräume, bei Ausfall der Heizung kann dies durch geeignete Kleidung, warme Decken oder Schlafsäcke über eine gewisse Zeit überbrückt werden. Haben Sie einen Kamin oder eine Holzheizung ist ein Vorrat an Holz sinnvoll. Bitte beachten: Sie kein offenes Feuer in geschlossenen Räumen!
Zur Erwärmung von Lebensmitteln kann Ihnen draußen ein Campingkocher oder ein Grill (mit Gas- oder Holzkohle) Abhilfe leisten.
Bitte halten Sie auch Bargeld in Form von Münzen und kleinen Scheinen bereit.
Um in allen Krisenlagen informiert zu bleiben bieten sich ein batterie- oder solarbetriebenes Radio bzw. Kurbelradio an.
Viele weitere Tipps auch im Umgang mit Kindern in Krisensituationen oder im Umgang mit Ängsten und Sorgen finden Sie im aktuellen Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ , welchen Sie hier (BBK Kompakt – Vorsorgen für Krisen und Katastrophen) herunterladen können.