Das frühe 19. Jahrhundert: Die traditionelle Agrargesellschaft löst sich auf
Das frühe 19. Jahrhundert war geprägt von Agrarkrisen und Hungersnöten. Die Bevölkerungszahlen stiegen, und der Boden reichte nicht mehr aus, um alle zu ernähren. Hinzu kam die Neuaufteilung der gemeinschaftlich genutzten Flächen, die besonders die untere soziale Schicht benachteiligte.
Die sogenannte "Bauernbefreiung" durch die Ablösungsgesetze von 1831 ermöglichte den Bauern, sich durch Geldzahlungen an ihre Grundherren von ihren Abgaben und Diensten zu befreien. Manche konnten hierdurch Herr auf eigenem Grund und Boden werden. Andere hingegen gingen bei diesen Reformen leer aus: sie suchten ihr Glück in der "Neuen Welt" und wanderten aus, denn vor der Industrialisierung gab es kaum andere Erwerbsmöglichkeiten als den Ackerbau.











